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15-Aug-18


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Copyright © Rainer Lüdemann 2004 . Fotos alle Rechte vorbehalten.

Stand: 15 August 2018



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 Grumman F7F Tigercat

Schweres Mehrzweck-Kampfflugzeug


Die Tigercats der Nachkriegszeit wurden schon in den Kriegsjahren entwickelt. In der Tat wurde die Tigercat schon konzipiert, bevor Amerika in den Krieg eintrat. Diese beiden Grumman Typen entstanden auf völlig divergenten Entwicklungslinien, die F7F war als schweres Mehrzweck-Kampfflugzeug konzipiert. Das zweimotorige Konzept eines schweren Jägers, als Nachfolger des XF5F-1 Skyrocket-Designs, geht auf einem Vertrag vom 30. Juni 1941 zurück, für zwei XF7F-1 Prototypen, Bau- Nr. 03549-50, unter Einbeziehung der Skyrocket-Studie. Trotz der vielen Verpflichtungen bei Grumman konnte das erste der beiden Flugzeuge seinen Erstflug in Bethpage am 3. November 1943 durchführen, der zweite Prototyp folgte ein paar Tage später.

Die XF7F-l war eine Ganzmetall-Konstruktion mit extrem kurzen Schulterflügeln und der erste US-Marine-Fighter, der über ein Bugrad-Fahrwerk verfügte. Seine lange spitze Nase erinnerte an die XP-50-Skyrocket von Grumman. Der Antrieb erfolgte durch zwei Wright R-2600 bis 14-Motoren, die zwei Dreiblatt-Curtiss-Elektro Propeller mit großen Spinnern antrieben.

Die ursprüngliche XF7F-1, No. 03549, stürzte am 1.Mai 1944 ab, kurz nachdem die offiziellen Erprobungen begannen. Die Erprobung des zweiten Prototyps führte jedoch zu einem Produktionsvertrag. Mit einem Gesamtgewicht von 19.500 lb, einer maximalen Geschwindigkeit von 398 Stundenmeilen bei 19.000 Fuß, wurde aufgezeichnet. Einige Schwierigkeiten mit Motorkühlung wurden behoben nachdem die großen Spinner entfernt wurden.

Die XF7F-l erwies sich als ein zuverlässiges Grumman-Design. Es war leicht zu fliegen, wendig und robust, aber sein Gewicht und die Größe ließen nur landgestützte Operationen zu. Trotzdem wurde dieser Typ in der Folge dem Marine Corps zugewiesen, und alle Tigercats wurden zunächst komplett für Trägeroperationen ausgerüstet, speziell für Deck-Katapult-Starts.. Die entsprechenden Ausrüstungen (Haken etc.) wurden aber wieder entfernt.

Zwei Vorserienmodelle der Bestellung von vierunddreißig wurden im April 1944 als F7F-1 »Tigercat« geliefert. Ihr Aussehen unterschied sich wenig von den Prototypen, doch wurden neue Triebwerke vom Typ Pratt & Whitney R2800-22W mit 2100 PS installiert.

Bei den Produktionsflugzeugen wurden die Triebwerksverkleidungen weiter modifiziert und zwei Hamilton-Standard-Hydromatic Propeller fanden Verwendung. Mit vier 12,7 mm MG an der Unterseite der Nase und vier 20 mm-Kanonen (je zwei li. und re.) in der Flügelvorderkante war die Tigercat einer der schwerstbewaffnete Fighter seiner Zeit. Weitere Varianten wurden auf der Grundlage der beiden Vorserienmodelle gefertigt und mit einem Radar in der Nase versehen

Die Version mit BuAer No. 80261, erschien im Juli 1944 als XF7F-2. Diese Studie erhielt die Bezeichnung F7F-2-Serie, die einen zusätzlichen Sitz für den Radar-Betreiber hinter dem Piloten erhielt und als F7F-2N bekannt war. Dafür wurde der Tank hinter dem Piloten entfernt. Von 1944 bis 1945 wurden 64 Stück gebaut.

Die Höchstgeschwindigkeit des F7F-1 lag bei ca. 720 km/h (Spitzengeschwindigkeit auf 20.000 Fuß mit Wassereinspritzung und ohne Außenlasten).


Die dritte Variante der Tigercat, der F7F-3, war wieder eine einsitzige Variante und wurde bereits vor dem Modell '2' bestellt. Von dem ursprünglichen Auftrag von 1.650 Tigercat mit Triebwerken  R-2800-34W  von P&W, wurden  nur 189 gebaut. Davon wurden 175 bis Ende 1945 ausgeliefert. Die einsitzige F7F-3 war ähnlich der F7F-1. Ein F7F-3E-Variante war mit einer verbesserten elektronischen Ausrüstung vorgesehen, die aber zum Ende der Feindseligkeiten zur Aufhebung des vorläufigen Auftrags von 150 Stück führte.


Einige Varianten (F7F-JP) hatten automatische Kameras für die Foto-Aufklärung installiert, anstelle des Extra-Rumpftanks Die Maschinengewehre in der Nase blieben, aber die Flügel Kanonen wurden entfernt, um Gewicht zu reduzieren.

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Quelle: David Mondey, The Concise Guide to American Aircraft og World War II, Aerospace Publishing Ltd./ Chartwell Books, Inc. 1994, London /UK

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Foto: Rainer Lüdemann

Quelle: United States Navy and Marine Corps Fighters 1918-1962

Fotos: US Air Force via David Johnson