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Stand: 04 Januar 2018



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 Grumman F7F Tigercat

Aus einer Vereinbarung zwischen US-Marine und der Grumman Aerospace Corp. vom 30. Juni 1938 entstand der Prototyp eines zweimotorigen Träger basierten Jagdbombers mit der Bezeichnung XF5F-1. Die Vereinbarung führte zur Entwicklung der Grumman G-34 Skyrocket, welche aber nicht zum Serienbau führte. Doch die Erfahrungen aus der Entwicklung dieses Flugzeuges, Studien und Modifizierungen waren für das Unternehmen sehr nützlich und dienten letztendlich als Vorlage, um weitaus mehr Aufmerksamkeit für die Entwicklung eines solchen Flugzeuges bei der US Navy zu erlangen. Anfang 1941 wurde die Arbeit an der Entwicklung eines zweimotorigen Kampfflugzeuges für den Betrieb auf großen Flugzeugträgern der `Midway 'Klasse begonnen.

Die von Grumman als G-51 »Tigercat« bezeichnete Maschine, zeigte wenig Ähnlichkeit mit ihrer Vorgängerin, sollte aber für die US Navy das bis dahin beste Flugzeug mit hervorragenden Gesamtleistungen und beispielloser Feuerkraft werden. Grumman’s Vorschlag führte am 30. Juni 1941 zur Vergabe eines Auftrages für zwei XF7F-1 Prototypen. Der erste der Prototypen machte seinen Anfangsflug im Dezember 1943.

Die Tigercat war eine Ganzmetallkonstruktion und als Schulterdecker ausgeführt. Die äußeren Teile der Flügel konnten zur besseren Unterbringung auf dem Hangar des Flugzeugträgers hochgeklappt werden. Das Dreibein-Fahrwerk und der Fanghaken am Heck waren ausfahrbar ausgelegt.

Der Antrieb wurde von zwei Pratt & Whitney R-2800-22W Wasp Doppelstern-Motoren sichergestellt. Diese waren unter den Tragflächen in großen Gondeln angebracht und trieben jeweils einen Dreiblattpropeller an. Um letztendlich den Anforderungen an einen schweren Jäger gerecht zu werden, wurden vier 20-mm Kanonen in die Flügelwurzeln und vier 0,50 in (12,7 mm) Maschinengewehre in der Rumpfspitze eingebaut. Zusätzlich konnte ein Torpedo unter den Rumpf gehängt werden und es gab Halterungen für zwei 454-kg Bomben unter den inneren Flügelflächen.
Schon vor dem Erstflug des Prototyps bekam Grumman den Auftrag über 500 Serienflugzeuge mit der Bezeichnung F7F-1, die an das United States Marine Corps geliefert werden sollten, das bereits in die Landeoperationen auf japanisch besetzte Inseln im Pazifik involviert war. Von Land-Basen aus eingesetzt, sollten diese Flugzeuge den US-Marines Unterstützung geben und eng mit ihnen operieren. Die »Tigercat« kam aber in der Tat zu spät, um entscheidend beim USMC noch vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges ins Geschehen eingreifen zu können.


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