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Rainer Lüdemann

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Stand: 22 Juli 2013



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Legendäre Flugzeuge 
Fotos - Fakten - Informationen
22 Juli 2013
© Rainer Lüdemann  2012 / info@aircraft-historyweb.de
Douglas DC-3 / C-47/ Dakota
Das Arbeitstier der US und Royal Air Force
Mitte 1935 bestellte C. R. Smith, damaliger Präsident der Fluggesell­schaft American Airlines, bei Douglas eine größere und luxuriösere Version der DC-2, um gegenüber der Konkurrenz mit ihren Boeing 247 und DC-2 einen Wettbewerbsvorteil zu erringen.
Der Douglas Projektleiter Fred Stineman ließ sein Team einen neuen Flugzeugtyp entwickeln, der als Douglas Sleeper Transport bezeichnet wurde und vierzehn Schlafkojen hatte.
Bald erkannte man aber, dass man statt­dessen auch 21 Sitzplätze einbauen und ein Paar Triebwerke vom Typ Wright- Cyclone mit einer Leistung von 900 PS an die Tragflächen setzen konnte. Damit konnte man die Ein­künfte aus der gesteigerten Nutzlast um 50 % gegenüber der DC-2 er­höhen.

Am 17. Dezember 1935 startete der Prototyp X14988 (noch unter der Bezeichnung DST für Douglas Sleeper Transport) zu seinem Erstflug von Clover Field (heute Santa Monica).
Am 11. Juli 1936 stellte American Airlines diesen Typ in Dienst  und die Aufträge häuften sich bei Douglas.  Bis Ende 1939 wurde die nunmehr DC-3 genannte Maschine unter anderemvon den Fluggesellschaften  Eastern, Northwest, Pennsylvania­ Central, Transcontinental & Western, United und American Airlines betrieben. Außerhalb der USA war KLM der erste Kunde; es folgten die Gesellschaften  Panair do Brasil,  Australian National, die schwedische ABA, die tschechoslowakische CLS, Swis­sair, Air France, Sabena und LOT.
Mit der japa­nischen Firma Nakajima wurde über die Lizenzvergabe verhandelt, und die erste Maschine wurde am 30. September 1938 in Japan fertig­ gestellt, während die Sowjetunion bis zum Kriegsbeginn 18 Stück kaufte und sowohl bei der staatlichen Fluggesellschaft Aeroflot als auch bei der Luftwaffe einsetzte. Letztendlich wurde sie ebenfalls in Lizenz gebaut und erst als PS-84 und später als Lisunow Li-2 bezeichnete.





Zwischen den beiden Weltkriegen wuchs in den USA das militäri­sche Lufttransport-kommando beträchtlich. Zumeist mit ge­mieteten Zivilmaschinen ausgerüstet, begann eine Wandlung und ab Sep­tember 1940 begannen Transportmaschinen eine entscheidende Rolle im Beschaf­fungsprogramm der US Air Force zu spielen.  545 Stück der DC-3 wurden bestellt, die dann C-47 Skytrain genannt wurden.
Die ge­samte Transporterflotte bestand zum Zeitpunkt des Überfalls auf Pearl Harbor aus rund 50 Flugzeugen der Typen C-32, C-33 und C-39, den militärischen Varianten der DC-2.
Bis Ende 1941 wurden weitere 70 C-47 und fast 100 Stück von der Variante C-53 als Truppentransporter bestellt.
Mit der Gründung der 50.,  51. ,52. , 53. Transportgruppen im Jannuar 1941 und später der 54. und 60., entstanden während des Krieges insgesamt 32 Geschwader mit 190 Transportstaffeln.

Die Militärversion C-47 unterschied sich von der DC-3 vor allem durch den stärkeren Kabinenboden und das stärkere Heck, große La­deluken und die Triebwerke R-1830-92 vom Typ Pratt & Whitney mit 1.200 PS (895 kW). Statt der normalen Bestuhlung der Linienversion wur­den Klappsitze eingebaut und die Fenster erhielten Halterungen  für den Einsatz kleinkalibriger Waffen. Das Gesamtge­wicht erhöhte sich von 11.340 kg auf 13.290 kg.

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