aircraft-historyweb

Rainer Lüdemann

Copyright © Rainer Lüdemann 2004 . Fotos alle Rechte vorbehalten.

Stand: 07 April 2013

 

 

Top

 

Legendäre Flugzeuge 
Fotos - Fakten - Informationen
07 April 2013
Mikojan/ Gurjewitsch MiG-17 (SI)
Die militärische Typenbezeichnung war I-330. Die Entwicklung begann Anfang 1949. Der erste Prototyp  SI-01 startete zu seinem Erstflug im Januar 1950 ging aber während weiterer Testflüge im März 1950 verloren. Weitere 2 Prototypen ( SI-02 und SI-03 ) wurden mit unterschiedlichen Baugruppen der MiG-15 bis in die 2. Hälfte 1951 erprobt. Die wesentlichste Veränderung waren das etwas verlängerte Rumpfheck, der neue Flügel mit doppelt gepfeilter Vorderkante (größte Pfeilung 45 Grad), dünnerem Profil und größerer Fläche. Nach der Erprobung wurden drei Prototypen, SI-01 (SI-1) bis SI-03(SI-3) gebaut und erprobt. Aus letzterem Muster entstanden die nachfolgend aufgeführten Muster.
Auch die MiG 17 führte Waffen mit, wie die MiG 15. Wie bei ihrem Vorgängermodell gab es Waffengondeln hinter dem Bugrad, welche man zur Wartung und Munitionierung herunterlassen konnte. Die zwei NR-23-Kanonen besassen eine theoretische Schussfolge von 2100 Schuss pro Minute. Bestückt waren sie mit je 80 Granaten. Die N-37-Kanone führte 40 Granaten mit. Weiterhin konnten an 4 Flügelaußenstationen Bomben, Raketen oder Zusatztanks mitgeführt werden. Die F-Version wurde stets verbessert. So entstanden unter anderem auch die Version eines Allwetter-Abfangjägers, eines Aufklärers mit 2 Kameras und einer Tiefangriffsversion. Ebenfalls wurde eine Nachtjäger-Variante getestet, die ein Funkmessgerät installiert hatte, welches sich in einer dicken Nase oberhalb des Lufteinlasses darstellte. Der Einbau dieses Gerätes erfolgte ebenfalls auf Kosten der Bewaffnung ( Bez. MiG-17 SP-2) wie bei der späteren MiG-17 PF/PFU. Die unbefriedigende Leistungsbelastung, verursacht durch das Anwachsen der Leer- und Flugmasse ohne Schubsteigerung, ließen die MiG 17 P zu keinem Standardflugzeug für die Truppe werden. Die ausgelieferten Exemplare wurden später zur MiG 17 PF mit Nachbrenner-Triebwerk umgerüstet. Weitere Varianten kamen nicht über das Versuchsstadium hinaus.
Fotos  Rainer Lüdemann